Sprachentwicklung

Wie die Übersetzung der Bibel die tatarische Sprache bereichert

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Zum englischen Originalartikel von SIL, einer Partnerorganisation von Wycliff:
https://eurasia.sil.org/topics/translation/the_tatar_bible

Tartarisches Mädchen in weiß-hellblauem Kostüm vor weiß-rot-goldenem Hintergrund streckt die Arme zur Seite, hat die Augen geschlossen.
Foto: Michael Greed, SIL

Kasan, die Haupstadt von Tatarstan, liegt am Ufer der Wolga im europäischen Russland. Als 1994 ein Institutsleiter der dortigen Akademie der Wissenschaften eine Übereinkunft mit dem Institut für Bibelübersetzung in Moskau unterzeichnete, tat er es, weil er die Bibel als Werk der Weltliteratur erkannte
und glaubte, dass eine Sprache ohne sie verarmt ist.

Über 20 Jahre harter Arbeit später hat die Bibel auf Tatarisch die lexikalischen und semantischen Möglichkeiten der Sprache bereichert und ihre Kapazität vergrößert, eine Vielzahl von Begriffen und Konzepten auszudrücken. Weiterlesen »

Durch Workshops zum bewussten Sprachgebrauch

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Menschen bewusst zu machen, wie sie Sprachen verwenden, ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Warum?

Die Welt ist kleiner und vernetzter geworden. Fast alle Minderheitensprachgruppen sind heute bis zu einem gewissen Grad mehrsprachig und stehen unter Druck, ihre traditionelle Sprache und Identität aufzugeben. Der Verlust einer Sprache bedeutet den Verlust von Möglichkeiten, über wertvolle Wissensbestände zu sprechen, z.B. traditionelle Handwerke. Das Erlernen einer anderen Sprache bedeutet, neues Wissen zu erwerben. Weiterlesen »

2019 Unesco-Jahr der indigenen Sprachen

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Bei der offiziellen Auftaktveranstaltung in Paris am 28. Jänner hielt Michel Kenmogne, der Leiter von SIL International (Partnerorgansation von Wycliff), eine Ansprache.

„Wenn wir von Sprachen reden, geht es nicht nur um Zeichen und Symbole“, sagte er, „es geht um reale Menschen.“

Das folgende SIL-Video gibt einen Eindruck von der Sprachenvielfalt der Welt – und von den Menschen, die diese Sprachen sprechen:

Wie Sprachforschung Menschen hilft

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Eine wichtiger Teil von Entwicklungszusammenarbeit ist Sprachforschung / Sprachentwicklung. Das erschließt sich vielleicht nicht auf den ersten Blick – aber auf den zweiten.
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Gemeinsam Sprache entwickeln

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2017 überarbeitete ich einen Rechtschreibführer der Nchane-Sprache. Er war in sehr technischer Sprache ­geschrieben, doch nun ist er für alle Nchane-Sprecher gut verständlich. Wie bin ich vorgegangen? Weiterlesen »

Was mich an meiner Arbeit fasziniert

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2008, vor 10 Jahren, setzte ich meinen Entschluss in die Tat um und reiste nach Tansania. Seitdem untersuche ich die Sprachsituation von Sprachgruppen in Tansania und Uganda. Was bewegt mich, mich weiter in der Spracherkundung einzusetzen? Weiterlesen »

Auf den Buchstaben genau

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auf-dbg_team-grammarworkshopBeim Überarbeiten eines Leselernbuches in der ­Nchane-Sprache stellte sich heraus, dass der Entwurf viele Rechtschreibfehler enthielt.

Da Nchane nicht meine Muttersprache ist, hätte ich diese Fehler nicht alleine gefunden. Die einheimischen Mitarbeiter sind aber nicht darin geschult, auf kleine Lautunterschiede zu hören oder die Grammatik ihrer Sprache eingehend zu ­analysieren. Sie achten nur darauf, ob sie den Text lesen und verstehen können.

Wie haben wir also die Fehler gefunden? Weiterlesen »

Sprachen unter der Lupe

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Wie kann man eine Sprache professionell erforschen und analysieren?

Als Mitarbeiterin in der Sprach­erkundung untersuche ich mit meinem Team die Sprachsituation der verschiedenen Sprachgruppen, z. B. unter folgenden Gesichtspunkten:

•  Sprachidentifizierung: Welche Sprachen werden in bestimmten Gebieten gesprochen?
•  Soziolinguistische Situation: Welche Funktionen ­haben diese verschiedenen Sprachen? Welche Einstellungen haben die Menschen ihnen gegenüber? Weiterlesen »